Anker Andersen A/S
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Bestimmungen zum Einweg-Pfandsystem – Deutschland

Die DPG (Deutsche Pfandsystem GmbH) wurde 2005 vom Einzelhandel, den Getränkeherstellern und den Getränkeverpackungsherstellern mit dem Ziel gegründet, der Einführung eines bundesweiten Pfand- und Rückgabesystems für Einweg-Getränkeverpackungen eine organisatorische und rechtliche Grundlage in Deutschland zu geben.  

Das deutsche Einweg-Pfandsystem unterscheidet sich in seiner Organisation von den vergleichbaren Systemen in Skandinavien darin, dass kein einzelnes Unternehmen alleinige Rechte an Rücknahme und Recycling gebrauchter Einweg-Getränkeverpackungen besitzt. Die DPG hat für den operativen Ablauf des Systems einige Systemteilnehmer definiert: 

  • Hersteller, Importeure und Hersteller von Handelsmarken wie Lidl, Aldi usw. sind sog. „Erstinverkehrbringer“.
  • Als Pfandkontoführer wird die Organisation bezeichnet, die das Pfandkonto ab dem Datum führt, an dem die Einweg-Getränkeverpackung verkauft wird, bis zu dem Datum, an dem diese zurückgeführt und recycelt wird. Alle Erstinverkehrbringer sind Pfandkontoführer.
  • Der Pfandkonto-Dienstleister kann dem Pfandkontoführer beim Führen des Pfandkontos sowie beim Registrieren von Eingängen und Auszahlungen behilflich sein.
  • Der Forderungssteller kann eine Forderung an den Pfandkontoführer stellen, ausgehend von den gezählten, registrierten und geschredderten, zurückgeführten Einweg-Getränkeverpackungen.
  • Der Forderungssteller-Dienstleister kann dem Forderungssteller beim Stellen der Pfandgeldforderung an den Pfandkontoführer behilflich sein.
  • Rücknehmer sind Unternehmen wie Läden, Supermärkte oder unabhängige Rücknahmestellen, die die Rücknahme von Einweg-Getränkeverpackungen  organisieren.
  • Die Rücknahmestelle ist eine Einrichtung, in die Verbraucher pfandpflichtige Einweg-Getränkeverpackungen zurückgeben und das Pfand zurückerstattet bekommen.
  • Etikettendrucker sind zugelassene Hersteller, die die DPG-Markierungen gemäß den DPG-Richtlinien und Spezifikationen drucken.
  • Dosenhersteller sind Unternehmen, die für die Herstellung und das Bedrucken von Getränkedosen zertifiziert sind.
  • Hersteller von Rücknahmeautomaten und Großzählanlagen sind Unternehmen, die für die Herstellung von Maschinen zur Zählung und Registrierung pfandpflichtiger Einweg-Getränkeverpackungen zertifiziert sind.  Diese Maschinen generieren die Clearing-Daten, die der Forderungssteller für die Einforderung des Pfandgeldes beim Pfandkontoführer benötigt.
  • Zählzentren sind Organisationen, die dafür autorisiert und zertifiziert sind, pfandpflichtiges Einweg-Leergut zu zählen und zu registrieren und Clearing-Daten für Dritte zu erstellen.

Alle o. a. Unternehmen oder Organisationen müssen mit der DPG einen Vertrag abschließen, um am deutschen Einweg-Pfandsystem teilnehmen zu können. Die DPG wird über die Mitgliedsbeiträge der genannten Organisationen und Unternehmen finanziert. 

Wie das in Dänemark der Fall ist, entschied man sich bei der DPG schon früh für die Einführung eines Systems, das Betrug verhindern bzw. vermindern soll. Man wählte dafür eine Technologie, die vorher schon in Dänemark Verwendung gefunden hat. 

Dabei handelt es sich um eine besondere Drucktechnik, die bei der Herstellung des DPG-Logos (die sog. DPG-Markierung) auf Getränkeverpackungen verwendet wird, und die von gewöhnlichen Kopiergeräten nicht nachgemacht werden kann. 

Jede in Deutschland verkaufte Einweg-Getränkeverpackung muss diese DPG-Markierung tragen. Diese muss auf das Getränkeetikett, die Getränkeverpackung (trifft auf alle Verpackungen aus Metall zu) oder auf spezielle Etiketten, die nur den Barcode und die DPG-Markierung enthalten, gedruckt werden.  Letzteres wird von Importeuren, die ausländische Getränke vermarkten, verwendet, die keine DPG-Markierung auf dem Originaletikett tragen. 

Inzwischen ist Folgendes in Deutschland üblich:  

  • Manuelle Rücknahme von Getränkeverpackungen in Läden und Supermärkten. Der Verbraucher bringt das Einweg-Leergut zum Supermarkt, gibt es dem Kassierer, der es zählt und dem Verbraucher das entsprechende Pfandgeld herausgibt. Ein geübter Kassierer ist in der Lage, die pfandpflichtigen von den nicht pfandpflichtigen Einweg-Getränkeverpackungen zu unterscheiden. Der Kassierer wirft die Einweg-Getränkeverpackungen in einen Rücknahmesack, der zu einem Zählzentrum gebracht wird (i. d. R. von einem freien Unternehmer betrieben). Die Herkunft der Einweg-Getränkeverpackungen wird festgestellt, eine Großzählanlage zählt, registriert und sortiert die Einweg-Getränkeverpackungen und die ermittelte Pfandsumme wird an den Supermarkt gezahlt, der diese Einweg-Getränkeverpackungen abgeliefert hatte (das sog. Interclearing).
  • Automatische Rücknahme von Getränkeverpackungen in Läden und Supermärkten. Der Verbraucher bringt sein Einweg-Leergut zum Supermarkt und gibt dies einzeln in einen Rücknahmeautomaten ohne Kompaktor. Der Rücknahmeautomat druckt einen Pfandbon aus, mit dem der Verbraucher sich an einen Kassierer wendet, der ihm dann den entsprechenden Pfandbetrag auszahlt. Die Einweg-Getränkeverpackungen werden vom Rücknahmeautomaten in einen Rücknahmesack geworfen und dann wie oben beschrieben weiterbehandelt, einschließlich Interclearing.
  • Die automatische Rücknahme von Einweg-Getränkeverpackungen in Läden und Supermärkten erfolgt wie oben beschrieben, doch sind hier die Rücknahmeautomaten mit Kompaktoren versehen. Wenn die Getränkeverpackungen verdichtet bzw. zerstört sind, können sie nicht nochmals in den Rücknahmeautomaten getan werden. Das Interclearing kann dann aufgrund der Daten vorgenommen werden, die der Rücknahmeautomat registriert hat.

 Diese drei Rücknahmemethoden finden zz. in Deutschland Verwendung.  

Nützliche Links  


Deutsche Pfandsystem GmbH

Clearing Solution GmbH

Interseroh AG

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