Anker Andersen A/S
English 

version   German version   Croatian version
   

Bestimmungen zum Einweg-Pfandsystem

Um bei Einweg-Getränkeverpackungen eine größtmögliche Recyclingquote zu erreichen und die Nutzung natürlicher Ressourcen durch die Getränkeverpackungshersteller so gering wie möglich zu halten, ist ein effektives Einweg-Pfandsystem unverzichtbar. 

Kein Land, in dem die Rücknahme von Einweg-Getränkeverpackungen auf Freiwilligkeit beruht – sei es durch zentrale Sammelstellen, Holsysteme oder Haushaltsmüll-Sortiersysteme – hat jemals eine so große Rückführungs- und Recyclingquote erzielt, wie die Länder, die ein effizientes Pfandsystem eingeführt haben. 

Beispiel USA

Jedes Jahr werden fast 200 Mia. Einweg-Getränkeverpackung verkauft, zwei Drittel davon enden auf Müllhalden, werden verbrannt oder einfach in die Natur geworfen. Laut des ‚Container Recycling Institute’ hat sich der Verkauf von Getränkeverpackungen innerhalb der letzten 30 Jahre verfünffacht, während die Recyclingquote von 53,5 % im Jahr 1992 auf 33,5 % im Jahr 2004 gefallen ist. In den elf Staaten, die sich für die Einführung eines Einweg-Pfandsystems entschieden und ein entsprechendes Gesetz („Bottle Bill“) verabschiedet haben, liegt die durchschnittliche Rückführungs- und Recyclingquote zwischen 70 % und 95 %. Staaten ohne ein vergleichbares Gesetz haben nur eine Durchschnittsquote von 37 %. 

Diese Zahlen unterscheiden sich grundlegend von vergleichbaren Zahlen der Länder, die ein landesweites Pfandsystem eingeführt haben. Die meisten skandinavischen Länder haben bereits seit einem Jahrzehnt ein Einweg-Pfandsystem. Seit der Einführung des Einwegpfandes in Dänemark (2002) für einzelne Einweg-Getränkeverpackungen ist die gesamte Recyclingquote für Einweg-Getränkeverpackungen auf 84 % (2005) gestiegen. In Schweden liegen die Zahlen zwischen 85 % und 90 %, je nach Art der Verpackung. Deutschland führte zwar erst 2006 ein landesweites Einweg-Pfandsystem ein, dafür kann man aber eine beachtliche Recycling- und Rückführungsquote von 95 % verbuchen (laut DPG Deutsche Pfandsystem GmbH).

Die Hauptziele hinter der Einführung eines landesweiten Pfandsystems sind: 

  • Die Einhaltung der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Verpackungsabfälle innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens. 
  • Motivierung von Gesellschaft und Industrie zum Recyceln von Verpackungsabfall, um die rücksichtslose Nutzung natürlicher Ressourcen zu vermindern. 
  • Reduzierung und Verhinderung des Wegwerfens leerer Einweg-Getränkeverpackungen in die Natur. Es dauert mehrere Hundert Jahre, bis diese Stoffe in der Natur zerfallen sind.
  • Die Verlängerung der Nutzungsdauer von Mülldeponien.
  • Kinder und Tiere vor Verletzungen durch Glas- und Metallabfall in der Natur schützen.

Richtlinie 94/62/EG des Europäischen Parlaments und des Rates

Gemäß der genannten Richtlinie, einschließlich der Richtlinie 2004/12/EG zur Änderung oben genannter Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle, müssen folgende Mindestzielvorgaben bezüglich der Wiederverwertung von Rohstoffen in Verpackungsabfällen bis zum 31. Dezember 2008 erreicht werden:

  • 60 % bei Glas
  • 50 % bei Metall
  • 22,5 % bei Kunststoff

Eckdaten:

  • In der Gesamtabfallmenge haben Verpackungsabfälle einen Anteil von 5 %.
  • Bei kommunalen Abfällen liegt der Anteil an Verpackungsabfall gemessen am Gewicht bei 17 %.
  • Bei kommunalen Abfällen liegt der Anteil an Verpackungsabfall gemessen an der Füllmenge bei 20 – 30 %.
  • Bei Verpackungsabfall in Privathaushalten liegt der Anteil an Getränkeverpackungen bei rund 20 %. 
  • Die Wiederverwertung einer Tonne Aluminium reduziert die CO2-Emission um 11 Tonnen.
  • Die Wiederverwertung von Aluminium benötigt nur 5 % der Energie, die für die Herstellung von neuem Aluminium aufgebracht werden muss.
  • Aluminium lässt sich ohne Qualitätseinbußen immer wiederverwerten.

 

Anker Andersen A/S   |   Anker Andersens Vej 1   |   7160 Toerring   |   Dänemark   |   Tel: +45 7033 2233   |   Fax:+45 7033 2244   |   info@anker-andersen.com